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Unterricht vom Intensivmediziner „Hittorf" und Raphaelsklinik kooperieren

MÜNSTER. Unterrichtsthemen wie Organspende, Grenzen der Intensivmedizin oder Sterbebegleitung sind nicht gerade leichte Kost für einen Neuntklässler. Die Unterstützung durch erfahrene Ärzte, die täglich mit diesen Themen in Berührung kommen, könne hier nur hilfreich sein, heißt es in einer Mitteilung der Raphaelsklinik.

Freuen sich über die Kooperation zwischen Raphaelsklinik und Wilhelm-Hittorf-Gymnasium (v.l.): Christian Schrand, Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann, Andreas Mönnig und Katharina Riethmüller. Foto: Raphaelsklinik Münster

Zu einer vertraglich festgelegten Kooperation zur Vermittlung medizinischer und ethischer Themen im Unterricht durch Ärzte und Pflegende der Raphaelsklinik kam es jetzt zwischen dem Wilhelm-Hittorf-Gymnasium und der Innenstadtklinik. „Wenn ein Arzt den Schülern diese Dinge erklärt, hat das einen ganz anderen Stellenwert, als wenn ein Lehrer das macht, auch wenn dieser noch so engagiert ist", erklärt der Leiter des Gymnasiums, Christian Schrand.

Prof. Dr. Dr. Matthias Hoffmann, Chefarzt und Leiter des Ethikkomitees der Raphaelsklinik, hat bereits erste Erfahrungen im Unterricht gesammelt: „Die Schüler sind sehr gut vorbereitet und stellen beeindruckend tiefgreifende Fragen, aus denen klar wird, dass sie sich sehr intensiv mit den Themen beschäftigt haben."

Dass es in einer neunten Klasse während des Unterrichts selten mucksmäuschenstill zugeht, berichtet Katharina Riethmüller, die an der Schule unter anderem für das Thema Gesundheit zuständig ist. Anders ist dies, wenn der Gast aus der Raphaelsklinik von seiner Arbeit berichtet, dann sind die Jugendlichen konzentriert bei der Sache. „Das Thema Organspende zum Beispiel wurde von einigen Schülern in der Familie weiterdiskutiert", wie die Lehrerin berichtet. Zusammen mit ihrem Kollegen Klaus Posingies koordiniert sie die Einsätze der außerschulischen Experten.

Die Kooperation hat für beide Seiten Vorteile, wie der Verwaltungsdirektor der Raphaelsklinik, Andreas Mönnig, erläutert: „Zum einen dienen wir der Schule als außerschulischer Lernort, zum anderen möchten wir die Schüler in Form von Praktika für die Berufswelt des Krankenhauses begeistern."

 

Quelle: WN, Samstag, 09. Juli 2016