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Zeitzeugengespräch mit Halina Birenbaum

„Die Hoffnung stirbt zuletzt“ - So lautet der Titel ihres Buches und mit diesem Lebensprinzip haben wir Halina Birenbaum auch in dem Gespräch bei uns am Wilhelm-Hittorf-Gymnasium erleben dürfen.

Sehr eindrucksvoll und authentisch erzählt die mittlerweile 88-Jährige Holocaustüberlebende Halina Birenbaum fast zwei Stunden von ihrem Martyrium im Warschauer Ghetto und in den Konzentrationslagern Majdanek, Auschwitz und Ravensbrück. Neben den allgemeinen Lebensumständen im Ghetto und in den Konzentrationslagern erfahren wir ihre persönliche Lebensgeschichte: Mit zehn Jahren erlebt sie die Entbehrungen und Ängste im Warschauer Ghetto, die sie versucht durch das Schreiben von Gedichten zu bewältigen. Als Jugendliche und schon von ihren Eltern getrennt entgeht sie der Gaskammer in Majdanek nur, weil es an diesem Tag kein Gas mehr gab. Getäuscht durch die Bezeichnung Birkenau hat sie die Hoffnung auf ein besseres Dasein, doch schnell wird deutlich, dass sich hinter dem Namen Birkenau das gefürchtete Konzentrationslager Auschwitz verbirgt.

Halina Birenbaum gelingt es, die Zuhörerschaft mit ihrer dramatischen Geschichte in den Bann zu ziehen. Immer wieder wird deutlich, dass die Hoffnung auf eine bessere Zukunft, und sei es in einem anderen Konzentrationslager, ihr Kraft gegeben hat. Mit dieser Kraft hat sie die für uns kaum fassbaren Greuel des Holocausts überlebt. Als Zuhörer gewinnt man den Eindruck, dass es für sie eine Herzensangelegenheit ist, ihre Lebensgeschichte an nachfolgende Generationen weiterzugeben.

Wir danken Halina Birenbaum sehr herzlich dafür, dass sie uns ihre Geschichte erzählt hat!

 

S. Wenke