Skip to main content

Zweiter Platz beim bundesweiten Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten – das WHG gratuliert Bardia Amirmiran

Bardia Amirmiran, Schüler der Q 2, hat mit seiner Arbeit über die Iranische Revolution Ende der 1970er Jahre einen zweiten Platz beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten erreicht und darf sich über ein Preisgeld von 1000 Euro freuen.

 

Das diesjährige Wettbewerbsthema lautete „Religion in der Geschichte“. Bardia ist in Deutschland geboren, hat jedoch iranische Wurzeln. So lag es für ihn nahe, sich nicht nur mit dem Land, aus dem seine Eltern stammen und in dem einige seiner Angehörigen auch heute noch leben, zu beschäftigen, sondern mit dem „Identitästhema“ der Iraner, und auch vieler Deutschiraner, schlechthin: der Islamischen Revolution, in der unter dem Einfluss des Ajatollahs Chomeini im Iran ein Gottesstaat errichtet wurde. Bardias Arbeit war dabei von der Frage geleitet, was die Menschen damals dazu veranlasste, die Geschicke ihres Landes in die Hände eines islamischen Geistlichen zu legen. Um den Beweggründen der Menschen auf die Spur zu kommen, befragte der Schüler mehrere Zeitzeugen, die die verschiedenen Parteien, Positionen und Meinungen, die zu diesem Thema existieren, bestmöglich einfangen sollten. So befragte Bardia neben einem religiösen Muslim, der sich damals während der Revolution für den Gottesstaat aussprach, auch eine politisch aktive, aber eher als neutral einzuordnende Person und einen Atheisten. Am Ende seiner Analyse steht die Erkenntnis, dass eine Vielzahl von Faktoren und geschichtlichen Ereignissen in ihrer „Summe“ in einer Theokratie mündeten. Und nur ein „Narr“, so Bardia, dürfte behaupten, dass seine Ausgangsfrage damit schon „vollständig“ beantwortet wäre.

 

Wenn dem auch so ist - Bardias Arbeit ist eine beeindruckende Leistung, für die wir ihm ganz herzlich gratulieren.

 

H.-J. Trütken-Kirsch