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1984 - "We feel Big Brother" - WHG-Philosophie-Kurs (EF) war Premierenklasse im Theater Münster

Am vergangenen Freitag besuchte der Philosophie-Kurs der EF die Premiere des Stücks "1984" in einer Bühnenfassung von R. Icke und D. Macmillan. Der Satz "Ich habe nichts zu verbergen, mich kann man ruhig überwachen" wird wohl keinem der Anwesenden der Theateraufführung in Zukunft so schnell über die Lippen kommen. Die Geschichte von Winston Smith wurde eindringlich und anschaulich erzählt. Orwells Vorstellungen von totaler Überwachung und Persönlichkeitszerstörung werden in der Inszenierung modernisiert und beklemmend aktuell dargestellt.

Zehn Tage zuvor durften die Schüler*innen bei einer Probe im Kleinen Haus zuschauen. Dabeizusein, wenn ein Stück auf die Bühne gebracht wird, zu erleben, dass auch bei Profis die Technik ihre Tücken hat und Szenen oft wiederholt werden, damit sie funktionieren, war für die Schüler*innen sehr aufschlussreich.

Im Anschluss an die Probe hatten die Schüler*innen die Gelegenheit, mit dem Dramaturgen und Theaterpädagogen Peter Hägele über das Gesehene zu sprechen und ihre Beobachtungen und Deutungsansätze mit ihm zu diskutieren.

Bei der Premiere war dann doch etwas verändert worden: Die Überraschung der Schüler*innen war groß, als bei der Begleitmusik zu einer Liebesszene nicht mehr Britney Spears, sondern "Careless Whisper" von Georg Michael ertönte.

A. Follak