Skip to main content

Sieg bei den Fußballstadtmeisterschaften der Mädchen

Die Fußballerinnen des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums holen den Titel

Für diejenigen Leser, die es lieber kurz und knackig haben: Veni. Vidi. Vici. So oder so ähnlich ließe sich die Erfolgsgeschichte der Q1- und Q2-Fußballerinnen des WHG auf den Punkt bringen.

Für alle anderen möchte ich etwas weiter ausholen, denn so simpel, wie diese drei allseits bekannten Worte klingen, war es nicht. Mit leichter Verzögerung starteten die Hittorferinnen gegen das KVG ins Turnier. 4:0 sollte das Ergebnis heißen. Ein erster Fingerzeig an die Konkurrenz sollte man meinen. Doch so schnell wie die Freude währte, musste sie der Ernüchterung über ein 0:2 gegen die Waldorfschule im Folgespiel Platz machen. Fehlende Zielstrebigkeit und Effizienz musste man den Spielerinnen ankreiden. Genau das, was einem Titelaspiranten nicht passieren darf.

Und so kam es nach einem solide gespielten 1:0 gegen das Annette Gymnasium zu einem vermeintlichen Endspiel um das Erreichen des Halbfinals zwischen den Hittorferinnen und den - in puncto Tordifferenz - besser positionierten, punktgleichen Fußballerinnen der Friedensschule. "Alles oder nichts" lautete die Devise, nur mit einem Sieg wäre man auf der sicheren Seite. Aber wie es bei einer solchen Erfolgsgeschichte manchmal ist, wurde die Mannschaft vor eine mentale Probe gestellt. Mit dem 0:0 konnte die Situation nicht zugunsten des WHG-Teams entschieden werden und die Niedergeschlagenheit über eine nahezu aussichtslose Situation wog schwer.

Im letzten Gruppenspiel mussten die Spielerinnen des WHG also beweisen, aus welchem Holz sie geschnitzt sind. Das Spiel der Friedensschule auf dem Nebenplatz auszublenden und sich auf die eigene Aufgabe zu konzentrieren - Tore am Fließband zu schießen - lässt sich leichter sagen, als es getan ist. Immer wieder registrierten alle Beteiligten, dass nebenan die Tormaschine angelaufen war. Umso beeindruckender war das, was die Fußballerinnen des WHG in diesem Spiel boten. Einmal im Rausch ging es in dieser Partie fast ausschließlich in eine Richtung. 7:0, in Worten: "Sieben zu Null", stand am Ende auf dem Papier. Wohlgemerkt entsprungen aus einer Spielzeit von 15 Minuten. Dank der Schützenhilfe des KVG, die im Spiel gegen die Friedensschule mit 1:5 immerhin zu ihrem Ehrentor kamen, löste das WHG als Gruppenzweiter mit einem Tor Vorsprung das Ticket für die K.O.-Runde.

Getragen von einer der Welle der Euphorie gab es im erkämpften Halbfinale zunächst wenig Halten. Gute fünf Minuten nach Anpfiff notierten die Buchhalter einen Zwischenstand von 4:0 pro Hittorf. Dass man sich in einem Spiel wie diesem allerdings dann nicht zurücklehnen kann, mussten die Kickerinnen wohl erst in der Praxis erfahren, um dieser Weisheit Glauben zu schenken. Auf 3:4 verkürzten die Spielerinnen des Immanuel-Kant-Gymnasiums ebenso schnell, wie sie einer 0:4-Marke entgegenstehen sahen. Angetrieben von der Motivation, sich die Wurst dann doch nicht so leicht vom Brot nehmen zu lassen, erhöhten die Hittorferinnen auf 5:3. Sieg. Das Finale konnte kommen.

Wer bis hierhin glauben sollte, Glück wäre die Grundlage allen Erfolgs gewesen, wurde spätestens im Endspiel eines Besseren belehrt. Auf demselben Platz, auf dem um etwa 10 Uhr alles begann, sollte die Entscheidung über den Meistertitel auf Stadtebene fallen. Und ehrlich gesagt konnte man bei der bärenstarken Leistung der Mannschaft des WHGs schon ein wenig Mitleid mir den Schülerinnen der Hildegardisschule haben. Mit einer Abgeklärtheit, die ihresgleichen sucht, unterstrichen die Hittorferinnen ihre Titelambitionen. Das 4:0 konnte man guten Gewissens als gnädig bezeichnen und der Preis war wohlverdient: Stadtmeister 2019!

Für das WHG traten an:

Marlene Berlinghoff, Hella Bischoff, Sophie Dammaschke, Julia Göllmann, Lea Gnoth, Wilma Kurze, Paulina Levo, Pia Möllerfeld, Lynn Sleimann, Svenja Theobald

L. Stelzer