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Hittorfer gemeinsam mit den Schülern der polnischen Partnerschule in Buchenwald

Bereits zum dritten Mal trafen sich Schülerinnen und Schüler des Warschauer Goethe-Gymnasiums - seit einigen Jahren polnische Partnerschule des Wilhelm-Hittorf-Gymnasiums - mit Hittorfern der Jahrgangsstufe 10 (EF). Das Treffen stand dabei ganz im Zeichen der Begegnung zwischen polnischen und deutschen Schülern.

Schüler des WHG an der ehemaligen Bahntrasse zum Konzentrationslager Buchenwald.

Gemeinsam suchten sie unter der fachkundigen Anleitung der pädagogischen Mitarbeiter der Gedenkstätte Buchenwald die Auseinandersetzung mit der von den NS-Verbrechen nachhaltig bis heute belasteten gemeinsamen Geschichte. In gemischt-sprachigen Gruppen konnten die Schüler dazu auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald die Lebensgeschichten ehemaliger Lagerinsassen erforschen, archäologische Funde und ihre „Geschichte“ untersuchen oder sich in einem kreativen Zugang mit den Ereignissen auseinandersetzen. Zudem standen Führungen über das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers und ein Besuch im Museum der Gedenkstätte auf dem Programm. Buchenwald liegt in der unmittelbaren Nachbarschaft Weimars, wo mit Goethe-Haus und Schiller-Museum zentrale Orte der  Weimarer Klassik entdeckt werden konnten. Aber auch in Weimar selbst galt es, Spuren der NS-Zeit zu entdecken, um über die geographische Nähe einer kulturellen Blütezeit die Abgründe barbarischer Gewaltanwendung nicht aus den Augen zu verlieren.     

Freizeitangebote wie ein Besuch des Bowling-Centers oder der Weimarer Altstadt rundeten die Fahrt ab,  sodass sich auch ein Rahmen für das persönliche Kennenlernen der Jugendlichen ergeben konnte. Finanziell unterstützt wird die Fahrt durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk, ohne dessen Förderung die Realisierung einer solchen Studienfahrt für 50 polnische und deutsche Jugendliche wohl nur schwerlich durchführbar erscheint. Zum Ziel des Jugendwerkes, mit den persönlichen Begegnungen  Brücken zwischen den Jugendlichen beider Länder zu bauen, konnte die gemeinsame Gedenkstättenfahrt sicherlich einen kleinen Beitrag leisten.

H.J. Trütken-Kirsch