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Abitur am Wilhelm-Hittorf-Gymnasium 2020

  

Von der Sonne verwöhnte "Pausenmenschen" unter freiem Himmel

Das Hittorf-Gymnasium hat 109 erfolgreiche Abiturienten feierlich auf dem Oberstufenhof der Schule verabschiedet. Drei von ihnen schafften sogar die Spitzennote 1,0.

In diesem Jahr ist alles anders: Keine Mottowoche, kein Tag X wurde gefeiert. Die Abiturvorbereitung fand im fast leeren Schulgebäude statt und die Klausuren wurden in den Turnhallen geschrieben, wie Schulleiter Christian Schrand in seiner Rede vor den Abiturienten ausführte. Auf der Sonnenseite des Lebens befänden sich die ehemaligen Schüler nun hoffentlich, so vermutete Dirk Heinemann, der stellvertretende Schulleiter, und wünschte den Abiturienten, dass sie auch in möglicherweise zukünftig auftretenden dunklen Zeiten auf das Helle vertrauen könnten.

Der Mensch sei, so Heinemann, ein "Pausenwesen", das im Gegensatz zum Tier keinem simplen Reiz-Reaktions-Schema folgen müsse, sondern diesen Mechanismus durchbrechen könne. In dieser Pause, dem Innehalten und besonnenen Nachdenken bestünde die kleine Freiheit, die uns Menschen ausmache und die aus Aggression und Unachtsamkeit herausführe zu friedlichen und wirksamen Handlungsalternativen.

Es wurden „MINT“-Zertifikate, Chemie-Ehrungen, Mitgliedschaften der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, eine Mitgliedschaft der Deutschen Philosophischen Gesellschaft und eine Auszeichnung durch das Pädagogische Institut der Evangelischen Kirche verliehen.

Die Schülervertreterin Lea Jonitz und der Schülervertreter Daniel Ott warfen einen Blick in die Zukunft und stellten überspitzt formulierte Vermutungen über Berufe einiger ihrer Mitschüler in zehn Jahren an, was zu großem Gelächter führte.

Jahrgangsstufenleiter Ralph Hilderscheid ließ verschiedene herausragende Momente im Schulleben des Abiturjahrgangs Revue passieren. Und es gab viel zu erinnern: das Skiprojekt, die Bigband, die Schüleraustausche, die Abschluss- und Studienfahrten. Zur großen Freude und Rührung der Anwesenden gab Hilderscheid zusammen mit dem Oberstufenkoordinator Klaus Posingies anschließend ein Lied über Heimweh, die Liebe zur Schule und zu Münster zum Besten.

Der Ehemaligenverein der Schule, "Die Hittorfer", vergab 5 Preise, u.a. für großes soziales Engagement innerhalb und außerhalb der Schule.

Elternvertreterin Gaby Menke betonte, wie wichtig es bei aller Freude über das erworbene Wissen und den erfolgreichen Abschluss sei, weiterhin auf den "Anker im Herzen" zu achten. Sie dankte für die vertrauensvolle gemeinsame Arbeit von Schülern, Eltern und Lehrern.

Für den musikalischen Rahmen der Feier sorgten Linea Menke, Gina Maria Zeuch, Max Timmer und Tom Perk gemeinsam mit der Jahrgangsband und Musiklehrer Andreas Marcus. Trotz der Hitze ließen sie immer wieder Gänsehaut-Momente entstehen.

Der WN-Artikel vom 30.06.2020 findet sich hier.

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