105 Abiturientinnen und Abiturienten hat das Wilhelm-Hittorf-Gymnasium am Mittwoch, dem 02.07.2025, feierlich in der Hiltruper Stadthalle verabschiedet.
Nach einem Wortgottesdienst in der Clemenskirche zum Thema „Hoffnungslicht“ hieß Schulleiter T. Korfsmeier alle Abiturientinnen und Abiturienten und ihre Familien, sowie die Lehrer in der Stadthalle willkommen. Er begann seine Rede mit der Feststellung, dass alle Schüler des Jahrgangs ihr Abitur bestanden hätten. Dies liege sicherlich an dem festen Zusammenhalt innerhalb dieser Stufe. Viele Schülerinnen und Schüler hätten gerne Verantwortung übernommen und ein großes Selbstbewusstsein im Umgang mit der Schulleitung und den Lehrern gezeigt.
Korfsmeier gab den Schülern den Rat, sich den Anforderungen der Gegenwart couragiert zu stellen. Nie schien es einfacher, sich zu vernetzen und miteinander in Kontakt zu kommen, doch er beobachte bei großen Teilen der jungen Erwachsenen ein starkes Verharren in der eigenen sozialen Blase, ein Nicht-Aushalten von Widersprüchen oder ein Ausblenden von Andersdenkenden. Sich über Andere zu empören sei einfach und ginge schnell im digitalen Alltag. Echtes Kritiküben von Angesicht zu Angesicht erfordere Mut und Neugier, Kritik sei konstruktiv und echter Ausdruck von Respekt. „Sucht im allgemeinen Lärm der Botschaften weiterhin Gespräche mit denjenigen, die andere Auffassungen als Ihr selbst haben. Diese Gespräche bringen Euch weiter“, so Korfsmeier.
Elternvertreterin N. Molitor hob besonders hervor, wie gut sie die Schüler in der Schule aufgehoben gewusst hätte. Sie griff das Abimotto („Ferrabi – mit Vollgas ins Ziel“) auf und dankte den Stufenleiterinnen A. Buss und B. Kondring sowie Oberstufenkoordinator M. Willebrand für die „Pannenhilfe, ohne die so mancher Schüler möglicherweise auf der Fahrt zum Ziel liegen geblieben“ wäre.
Jahrgangsstufenleiterin A. Buss erinnerte daran, dass die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Abitur nicht nur Wissen erworben, sondern Freundschaften geknüpft und unüberwindlich Scheinendes gemeistert hätten. Sie wies auf das Organisationstalent der Stufe hin, das sich bei der Begleitung des Skiprojekts, beim Catering für Schulkonzerte und das Schulfest, bei der Bonnfahrt und im Entwurf des Schullogos gezeigt habe.Während der Zeugnisvergabe wurden „MINT“-Zertifikate, Chemie-Ehrungen, Mitgliedschaften der Deutschen Physikalischen Gesellschaft, Sozialwissenschaftliche Ehrungen und eine Mitgliedschaft der Deutschen Philosophischen Gesellschaft verliehen.
Die Stufensprecherinnen Maya Ulbrich und Sara Escobar Saldarriaga betonten die Freundschaft als verbindende Kraft der Abiturienten, die sich allmählich entwickelt habe. Dies verbanden sie mit dem Wunsch, sich nicht aus den Augen zu verlieren.
Hier knüpfte der Vorsitzende des Vereins der Ehemaligen „Die Hittorfer“, Heinz-Peter Pascher, an und wies darauf hin, dass mit dem Verein ein Ort bestehe, der es leichter mache, regelmäßige Treffen und Anteilnahme an der „alten“ Schule zu bewahren. Fünf Schüler, die sich in besonderer Weise im Engagement bei der sprachlichen Unterstützung der Kinder aus der Ukraine und für die Gemeinschaft am WHG eingesetzt haben, ehrte Pascher mit Preisen.
Für den musikalischen Rahmen der Feier sorgte eindrucksvoll die Bigband unter der Leitung von Julia Tebben. Billy Joels „Just the way you are“, dargeboten von Levke Linder (Gesang) und der Bigband, bleibt allen Zuhörern als musikalischer Hochgenuss im Ohr, ebenso wie Adeles „When we are young“, gesungen von Friederike Dreyßig, begleitet am Klavier von Andreas Marcus.
A. Follak