Skip to main content

Kunstwerk des Monats Juni 2021

  

Eine digital gestaltete Bilderserie in Anlehnung an die Landschaften von C. D. Friedrich

von Mathis Borkowski

Das Kunstwerk des Monats Juni 2021 zeigt eine digital gestaltete Bilderserie im Zusammenhang mit dem Thema Landschaftsdarstellung in der Romantik in der EF und wurde von Mathis Borkowski gestaltet.

Ausgehend von dem vorgegebenen Bildausschnitt des Wanderers, aus dem Werk „Der Wanderer über dem Nebelmeer“ von Caspar David Friedrich, sollten die SuS eines EF Kunst Grundkurses als rezeptiv-gestaltungspraktische Einstiegsaufgabe in die Thematik Landschaft, den Bildausschnitt zu einem Bildganzen weitergestalten. Der erste Eindruck (Percept in schriftlicher Form) sollte dabei Basis für die spätere Bilduntersuchung und die Gestaltungspraxis sein. Das Medium der praktischen Auseinandersetzung war hierbei freigestellt. Mathis hat sich wie drei weitere SuS des Kurses in diesem Zusammenhang für eine digitale Bildgestaltung entschieden, um seine Interpretation des Wanderers zu gestalten. Gleich drei Werke sind entstanden. Alle zeigen einen Blick in eine mysteriöse Landschaft, in welcher immer ein architektonisches Element eingebaut wurde. Die Bilderserie ist geprägt von unterschiedlichen und gekonnt eingesetzten Farbaufträgen- und Formgestaltungen.  Alle Bilder erzeugen zudem ein Moment von Tiefe und Weite einer Landschaft. Für die digitale Gestaltung nutzte Mathis sein iPad mit den Apple Pencil und die App "Procreate".

Seine ersten Eindrücke und sein gestalterisches Vorgehen für das farbige Bild und die beiden nachfolgenden Schwarz-Weiß-Bilder, beschreibt Mathis folgendermaßen:

„Sobald ich den Ausschnitt des Bildes gesehen habe, hatte ich das Gefühl, dass der Wanderer auf etwas schaut. Ich war mir aber nicht sicher, wonach er schauen könnte. Ich hatte zwei Ideen. Zum einen, zu einem Wasserfall…  zum anderen zu einem mysteriösen Monument. Da mir das Mysteriöse mehr gefiel und mir noch weitere „Design-Ideen“ einfielen, entschied ich mich für das mysteriöse Monument. Es sollte alt, fremd und aus einer anderen Zeit sein. Daher wollte ich auch eine unbekannte Schrift mit einbringen, welche in dieses Monument eingraviert war. Die Schrift baut auf dem normalen Alphabet auf. Die Buchstaben habe ich lediglich gedreht, gespiegelt, Striche weggenommen oder Teile hinzugefügt und auch mal alles kombiniert. Die Schrift habe ich extra so groß gemacht, um das Monument noch mysteriöser erscheinen zu lassen, da es fast unmöglich ist, dass ein Mensch so etwas herstellen kann und somit es vielleicht aus einer anderen größeren Zivilisation stammt. Die beiden Schwarz-Weiß-Bilder waren weitere „Skizzen“ um einen anderen Ort, eine andere Komposition oder sogar ein anderes Objekt zu finden. Ich musste lange überlegen, welche Idee mir besser gefiel. Eine Burg im Nebel oder ein „klares“, aber auch undefinierbares Monument. Ich entschied mich für letzteres, da so viel mehr Interpretationsraum gegeben wird.“

Die Fachschaft Kunst gratuliert zu dieser beachtlichen Leistung in Form eines zeitgenössischen Mediums.

Für die Fachschaft Kunst: I. Schneider

Zurück