Fünf Schülerinnen und Schüler aus Münster haben in den Osterferien ein Bikepacking-Abenteuer erlebt: Luis Schwartke, Hendrik Steffen, Lilly Schmidt, Jona Schwenken und Felix Thier fuhren mit dem Fahrrad rund 950 Kilometer von Münster bis nach Paris.Mit ihrer selbst organisierten Spendenaktion sammelten sie Geld für den Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser im Bistum Münster.
Weil Felix und Hendrik Schüler der Q1 unserer Schule sind, haben sie über ihre Eindrücke in einem Interview erzählt. Beide machen übrigens auch beim Stadtradeln mit!
Red.: Ihr habt diesen grandiosen Plan verfolgt, eine sehr lange Fahrradtour von Münster nach Paris zu machen. Wie seid ihr auf die Idee gekommen? Und wie entstand der Gedanke, daraus ein Charity-Projekt zu machen?
Felix: Louis Schwadtke und ich sind quasi die Urheber von der Idee gewesen, weil wir damals eine etwas längere Radtour gemacht haben und dann in Senden Pause gemacht haben und ein bisschen darüber gesprochen haben, wie witzig das eigentlich wäre, so eine Tour mit einem weiter entfernten Ziel und dann so ein paar Stopps zu machen. Da enstand der Plan: wir bilden eine Gruppe, fragen ein paar Leute und gucken, wie sich das Ganze so ergibt. Vor einem Jahr hatten wir diese Idee. Und da fanden wir dann auch direkt Paris ganz ansprechend, denn da war Olympia zu der Zeit und da war dieses bekannte Foto von Olympia, es war Triathlon-Distanz. Da ist ein ganz ikonisches Foto entstanden vor dem Eiffelturm mit dem Fahrrad. Und wir dachten: „O. K., ist eigentlich supercool, das machen wir vielleicht auch so in die Richtung, wir fahren nach Paris!"
Dann ging es in die nähere Planung und auch in die nähere Finanzierung. Louis Vater kam auf die Idee, man könnte doch eine Spendenaktion daraus machen. Und dann ging es auch recht zügig voran. Wir waren dafür, eine Spendenaktion, beziehungsweise ein Spendenziel sehr lokal (Münster, Albachten) zu benennen. Louis kamen sofort die Malteser in den Kopf.
Red.: Dann war es in der WN als Spendenaktion angekündigt. Habt ihr auch in kirchlichen Kreisen Euer Spendenziel kommuniziert? Oder habt ihr Mund-zu-Mund-Propaganda betrieben?
Felix: Die Mund-zu-Mund-Propaganda unserer Eltern hat völlig ausgereicht. Wir waren ja sogar einmal hier auf dem Schul-Instagram-Account und haben insgesamt viel mittels Social Media über unser Projekt erzählt. Über Social Media sind dann die Malteser selbst auf uns zugekommen und meinten: „Ja, wollen wir vielleicht mal 'ne Pressemitteilung schreiben?“
Hendrik: Die Malteser selbst sind ja vom Bistum Münster, also hatte die Akton diesen direkten Kirchenbezug. Die Kirche und auch Sankt Liudger (Albachten) sind auf Instagram, die haben das dann auch also ein bisschen groß gemacht.
Red.: Mich interessiert diie Sozialdynamik: Ihr seid ja ganz unterschiedliche Menschen, so habe ich Euch jedenfalls wahrgenommen. Und Ihr seid ja wahrscheinlich auch befreundet. Habt Ihr das als Freundesprojekt durchgeführt?
Felix: Ich bin, glaub ich, der Einzige, der alle vier vorher richtig, richtig gut kannte: aus Kindheitstagen und seit Ewigkeiten aus der Schule.
Hendrik: Ich bin nur über Felix dazugekommen. Er hat mit Louis die Idee gehabt, und dann haben wir ein paar Leute gefragt und dann war ich einer davon. Die anderen habe ich zwei-, dreimal vorher getroffen. Das heißt, dann auf der Tour war ich ganz neu, aber wir haben uns. super verstanden und haben eine coole Freundschaft, alle zusammen, entwickelt.
Felix: Auf der Fahrt haben wir gemerkt, wie unterschiedlich wir alle sind und dass wir alle wirklich auch mal Zeit für uns brauchen. Das auch schwierig, wenn man quasi den ganzen Tag zusammen unterwegs ist. In Antwerpen hatten wir eine riesige Wohnung, Schlafzimmer, Couch. In Paris waren wir alle komprimiert auf einen kleinen Raum, da da mussten wir nach draußen gehen für ein bisschen Privatsphäre. Jeder musste schon gucken, dass ein wenig Freiraum ensteht, aber das hat erstaunlich gut funktioniert. Oft war es halt so: „Kopfhörer rein und lass mich in Ruhe“, das hat auch jeder respektiert.
Das ganze Interview, in dem die Beiden u.a. über die Abende in der Gruppe, über Rad-Pannen und die Frage, ob der Weg das Ziel bei einer solchen Tour ist, lest Ihr hier.

